Ein Besuch beim Generalkonsul von Japan
Ihr wusstet nicht, dass wir eine Japanisch-Ag an der Engelsburg haben? Dann wird’s aber höchste Zeit, dass ihr euch informiert, denn mit etwas Engagement und Glück wird man in die Privatresidenz des japanischen Generalkonsuls der Deutsch-Japanischen Gesellschaft e.V. Frankfurt am Main eingeladen.
Wieso sollte man sich darüber freuen? Na, ganz einfach deshalb, weil man wenigstens an einem Tag auf Händen getragen wird. Doch zunächst einmal zur Vorgeschichte…
Neben dem normalen Ag-Unterricht hat die Japanisch-Ag unter der Leitung von Frau Speh-Rothaug, die auch Japanisch am Friedrichsgymnasium unterrichtet, noch viel mehr zu bieten: z.B. die Teilnahme an dem Projekt „Japan im Klassenzimmer“. Dieses fördert die deutsch-japanischen (freundschaftlichen) Beziehungen, die im Großen und Ganzen seit 150 Jahren bestehen und dieses Jahr somit ein Jubiläum feiern.
Im Zuge des Projekts kommen die Vizekonsulin des japanischen Generalkonsulats sowie ein Vertreter der Deutsch-Japanischen Gesellschaft e.V. Frankfurt am Main an Schulen und halten einen 45-minütigen Vortrag über Japan im Allgemeinen oder auch über ein vorher spezifisch gewünschtes Thema mit anschließender Fragerunde. Die Teilnahme an dem Vortrag beinhaltet auch die Möglichkeit, an einem Aufsatzwettbewerb mitzumachen, dessen zwei Hauptgewinne mit einer zweiwöchigen Reise nach Japan und dem Aufenthalt bei einer Gastfamilie dotiert sind.
2010 nahm ich bei dem Aufsatzwettbewerb zum Thema „150 Jahre Freundschaft zwischen Deutschland und Japan – Was kann das für mich bedeuten?“ teil und schrieb ein Gedicht, das der Jury wohl ganz gut gefallen hat.
So kam es also, dass ich als Vertreterin der Engelsburg gemeinsam mit Frau Speh-Rothaug und Katrin Hühner – der Vertreterin des Friedrichsgymnasiums – am letzten Schultag (22.06.2011) zur Privatresidenz des Generalkonsuls nach Frankfurt gefahren bin, wo die Preisverleihung stattgefunden hat.
Auch wenn es wie aus Kübeln gegossen hatte und die Bahn mal wieder mit etwas Verspätung zu glänzen suchte, kamen wir, dank optimaler Zeitplanung, dennoch rechtzeitig vor der Privatresidenz an. Diese liegt, ganz nebenbei bemerkt, in einer doch sehr noblen, von Villen gesäumten Straße. Kein Wunder also, dass uns ein Portier die Türen öffnete und Butler bereitstanden, um uns in den Konferenzraum zu geleiten. Die Atmosphäre war mitnichten auch nur ansatzweise einschüchternd – man hatte sich doch beim Anblick eines schönen Flügels und Bildern des Kaiserehepaares gleich wie zu Hause gefühlt.
Tatsächlich aber wurde die Stimmung durch den „Moderator“ wesentlich lockerer, der mit Späßen durch die Preisverleihung führte und unter einigem Spannungsaufbau zunächst die 10 Urkunden-Preisträger verkündete, deren Aufsätze es aus 150 eingeschickten unter die Top 10 geschafft haben. Wie froh bin ich gewesen, als auch mein Name gefallen ist!
Unter weiterer Spannungssteigerung wurden dann die zwei männlichen Hauptgewinner bekannt gegeben, denen man richtig angesehen hat, wie ein Lebenstraum von ihnen in Erfüllung gehen wird. Da konnte man sich einfach nur noch mitfreuen! … Auch wenn unsere Meinung anscheinend nicht alle Anwesenden geteilt haben, denn viele hatten es plötzlich sehr eilig, nach Hause zu kommen. Unsere Gruppe hingegen ließ sich das köstliche Essen des Privatkochs des Generalkonsuls auf der Zunge zergehen, bevor auch wir uns auf den Heimweg machten, um den gelungenen Ausflug sowie Ferienstart gebührend zu feiern.
Übrigens, wenn ihr einmal mehr über japanische Musik und Tanz erfahren wollt, dann kommt doch einfach am 15.08.2011 um 18:00 in den Bürgersaal des Kasseler Rathauses!