Licht aus, Sonne an
Engelsburg-Gymnasium in Kassel: Fotovoltaikanlage wird erweitert
"Licht aus, Sonne an." Hierzu waren Lehrer und Schüler des Kassler Engelsburg-Gymnasium an einem Tag aufgefordert. Die Aktion fand im Namen der "Woche der Sonne" statt.
Lehrer und Schüler achteten darauf, dass nicht bei geschlossener Verdunkelung und gleichzeitigem elektrischen Licht gearbeitet wird. In den Pausen wurde auf Gängen und in den Klassenräumen das Licht ausgeschaltet. Das Ergebnis: Es wurden 38 Prozent weniger Strom verbraucht.
Über diesen Erfolg freut sich Georg Klein, Lehrer und Leiter der "solar-ag" an der kirchlichen Schule. Er erklärt, dass Schülerinnen und Schüler der Solar-AG zur "Woche der Sonne" auf dem Dach der Schule die Fotovoltaikanlage auf eine Leistung von 3,5 Kilowatt erweitert haben. Langfristig sind zehn Kilowatt geplant. Eine elektrische Anzeigetafel auf dem Schulhof zeigt an, wie viel Strom ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Anlage, die vor kurzem enthüllt wurde, haben die Städtischen Werke Kassel gefördert.
Finanziert wurde das 17000 Euro teure Projekt durch den Verkauf von Anteilen an Lehrer, Eltern und Schüler. Ein Anteilschein kostet 50 Euro und kann frühestens nach fünf Jahren wieder in Geld eingelöst werden. Zudem kann gespendet werden.
Klein verweist auf die Präambel der neuen Schulordnung der Engelsburg. Darin heißt es: "Da nach christlicher Überzeugung jeder von uns nur Gast auf Erden ist, und in Verantwortung vor dem Leben künftiger Generationen, bemühen wir uns um einen einfühlsamen und pfleglichen Umgang mit der Schöpfung." Die Anlage auf dem Dach der Schule sowie der bewusste Umgang mit Energie leisten hierzu einen Beitrag.