Sonne spart Strom
Wir nutzen Sonnenenergie, denn die Sonne schickt keine Rechnung. Das Motto der Arbeitsgemeinschaft Solar am Kasseler Gymnasium Engelsburg ist klar: "Uns liegt natürlich die Umwelt am Herzen", sind sich die Mitglieder einig.
Seit drei Jahren bieten fünf junge Frauen und Männer Informationsveranstaltungen an, machen Werbung und verkaufen Anteile der Solaranlage an Eltern, um die Anlage zu finanzieren. "Es sind 17 000 Euro zusammengekommen", sagt Mathematik- und Physiklehrer Georg Klein, der die Solar-AG unterstützt. Die Visualisierungstafel der Fotovoltaikanlage zeigt ab heute, wie viel Energie eingespeist wird.
"Der Lerneffekt bei diesem Projekt war einfach groß", sagt Eike Bischoff. Einen Tiefpunkt erreichte die Truppe vor einigen Monaten. "Es sind einige aus der AG abgesprungen und haben uns gesagt, dass wir das nie bis zum Abitur schaffen werden", sagen die Jugendlichen. "Aber wir haben es geschafft, trotz Abi-Stress." Eines ist Mirja Mewes wichtig: "Viele Leute, die uns unterstützt haben, können sich eine Solaranlage nicht leisten. So haben sie aber mit den Anteilscheinen von 50 Euro einiges für die Umwelt beigetragen."
Eine Finanzspritze von 900 Euro gab es von den Städtischen Werken. "Wir haben auch einiges über Werbung gelernt, und wie man so ein Projekt vermarktet", sagt Astrid Peterß. Bettina Schadow, eine Bekannte der Schüler, half beim Design der Flyer und der Anzeigetafel. "Das hat uns weitergebracht", freut sich Astrid.
Eine Woche ging es an der Engelsburg um die Nutzung von Solarenergie. Mirja verrät: "An einem Tag haben wir so wenig Strom wie möglich verbraucht und so 38 Prozent Strom eingespart."