SMMP: Geisterbahn unterstützt Katastrophenhilfe

Über 10.000 Euro hat der große Adventbasar am Engelsburg-Gymnasium am 29. November für die Missionsarbeit der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel eingebracht. Eine Hälfte dieses Betrages geht an die Katastrophenhilfe der Ordensgemeinschaft zugunsten der Flutopfer in Rumänien, der andere Teil an eine Schule in Trägerschaft der Schwestern nach Manoel Ribas in Brasilien.

Mehrere tausend Besucher

Reger Andrang herrschte bei dem Adventbasar an der Engelsburg in Kassel.Reger Andrang herrschte bei dem Adventbasar an der Engelsburg in Kassel.

„Noch sind nicht alle Abrechnungen gemacht und alle Gelder ausgezählt. Aber wir gehen davon aus, dass der Ertrag wieder fünfstellig ist. Das ist ein Riesenerfolg“, freut sich der Schulleiter des Engelsburg-Gymnasiums, Dieter Sommer. Mehrere tausend Besucher nutzten den Tag, adventliche Dekorationsideen, Gestecke oder auch selbst gestaltete Geschenke zu kaufen – oder sich wiederzusehen. Denn zu dem zweijährig stattfindenden Basar statten auch zahlreiche ehemalige Schüler der Engelsburg wieder einmal einen Besuch ab. Zudem hatten sich die Klassen viel einfallen lassen, um die Kinder zu bespaßen. So hat die 9a beispielsweise eine Geisterbahn durch drei Räume aufgebaut. „Das war zwar weniger weihnachtlich, aber dafür sehr spannend“, schmunzelt Klassenlehrerin Julia Metzger. Im Dunkeln mussten die 650 Besucher dieser „Bahn“ einen Parcours zurücklegen, wo einem auch schon `mal jemand ans Bein packt, lange Bindfäden von der Decke hängen oder plötzliche Blitzlichter für Effekte sorgen. „Die Schüler haben da jede Menge kreative Ideen gehabt“, freut sich die stellvertretende Schulleiterin der Engelsburg.Eine andere Klasse habe eine Minigolfbahn aufgebaut, wieder andere Schüler hätten eine Hawaii-Bar gestaltet, an der sie Cocktails und Mocktails anboten.

Tombola und Konzert

Zu kaufen gab es unter anderem Adventsgestecke, Dekorationsartikel und diese selbst gestalteten Bilderrahmen.Zu kaufen gab es unter anderem Adventsgestecke, Dekorationsartikel und diese selbst gestalteten Bilderrahmen.

Natürlich gab es auch wieder den traditionellen Büchermarkt im „Roten Palais“, dem einzigen Vorkriegsgebäude im Schulkomplex. Die Tombola und ein Weihnachtskonzert rundeten das Programm an diesem Tag ab. „Die Resonanz hat uns alle sehr gefreut“, bilanziert auch Konventsleiterin Schwester Elisabeth Morell – zumal das Geld viel Gutes bewirke.In Rumänien tragen die rund 5.000 Euro dazu bei, Decken und Kleidung für hilfsbedürftige Familien anzuschaffen, um sie für den Winter auszurüsten. Durch das Hochwasser, das auch die Region von Schineni betraf, in der die Schwestern leben und arbeiten, sind zahlreiche Häuser unbewohnbar geworden.

In Manoel Ribas werden mit demselben Betrag Baumängel an einer Turnhalle behoben, die zu einer Elementarschule in Tägerschaft der SMMP gehört. Die Missionsprokuratorin der Ordensgemeinschaft, Schwester Christa Maria Henninghaus, betont: „Die Familien sind dort sehr arm – und sie müssen ohnehin schon Schulgeld zahlen. Deshalb können wir sie nicht weiter belasten. Also sind wir auf Spenden aus Deutschland angewiesen, um die Schäden zu beheben.“ Da es sich um statische Mängel handelt, könnte die Turnhalle ohne die anstehenden Arbeiten nicht mehr genutzt werden.
Auch anderso laufen Aktionen

Auch andernorts gibt es in der Adventszeit Aktionen zugunsten der Missionsprojekte: So kommt beispielsweise der Erlös des Andreasmarktes vom ersten Adventswochenende in Bestwig-Velmede, den die Pfarrgemeinde St. Andreas organisiert, der Katastrophenhilfe in Rumänien zu...