Schwestern auf der Spur
270 Jugendliche und junge Erwachsene des Engelsburg-Gymnasiums in Kassel nahmen jetzt an einer Sternwallfahrt zum Bergkloster Bestwig teil. Im sauerländischen Bestwig befindet sich das Provinzialat der Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel, die auch Träger der Engelsburg sind. 2007 feiert die Ordensgemeinschaft ihr 200-jähriges Bestehen. Generaloberin Schwester Aloisia Höing betonte vor den insgesamt 2500 Teilnehmern: "Diese Veranstaltung rundet unser Jubiläumsjahr ab. Und sie gehört sicher zu den Höhepunkten."
Die Sternwallfahrt stand unter der Überschrift "Binde Deinen Karren an einen Stern". Nach dem Zitat Leonardo da Vincis begaben sich die Schüler aus den ordenseigenen Bildungseinrichtungen auf zehn verschiedenen Routen zum Kloster. Dazu reisten die Gruppen aus Ahaus, Heiligenstadt, Menden und Kassel zunächst mit dem Bus an, um sich dann auf die bis zu neun Kilometer langen Wege zu begeben.
"Wir fanden, das war ein tolles Erlebnis. Klasse auch, dass das Wetter gehalten hat", sagt Simon Gellermann aus der Klasse 7a der Engelsburg. Er hatte sich mit seinen Mitschülern in sechs Bussen bereits um 8 Uhr auf den Weg ins Sauerland gemacht.
Auf ihren Wanderrouten setzten sich die Schüler dann mit dem Leben der heiligen Maria Magdalena Postel auseinander. Anhand von zehn Symbolen vollzogen sie ihren Lebensweg nach und suchten nach Anknüpfungspunkten für die Gegenwart. Der Karren stand zum Beispiel für ihre Wanderschaft. Er bot nur wenig Platz für das, was die junge Gemeinschaft vor 200 Jahren von Ort zu Ort mitnehmen konnte. Daraus ließen sich Fragen für das eigene Leben ableiten: Was ist mir wichtig? Auf was kann ich verzichten?
Am Bergkloster angekommen, warteten nicht nur das Mittagessen aus der Klosterküche, sondern auch zahlreiche Kreativangebote auf die Jugendlichen: So etwa die Herstellung von Buttons oder Kerzen. Und es gab die Möglichkeit zu sportlichen Aktivitäten. Abschließender Höhepunkt des Tages war dann der Gottesdienst auf einer großen Wiese des Bergklostergeländes. Dort begrüßte Provinzoberin Schwester Pia Elisabeth Hellrung die Teilnehmer mit den Worten: "So wie unsere Ordensgründerin Maria Magdalena Postel vor zwei Jahrhunderten 25 Jahre lang auf Wanderschaft war, so seid auch ihr heute auf teilweise verschlungenen Wegen hierher gekommen." Die Fürbitten erhoben sich an mehr als 100 Gasballons in den Himmel.
Mehr Informationen unter smmp.de.